H2Ortner in den Nachrichten - 08.04.2014

Winterbach: Die Kläranlage in Waldkirch arbeitet gut, kann aber noch optimiert werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Firma H2Ortner aus Passau, die im Auftrag des Abwasserzweckverbandes Winterbach eine Analyse der Betriebsdaten der vergangenen Jahre vorgenommen hat. Die Delegierten des Verbandes haben in der vergangenen Sitzung beschlossen, im Doppelhaushalt 2014/2015 für eine eventuelle Realisierung von Verbesserungsmaßnahmen 25 000 Euro vorzusehen.

Die Kläranlage wurde 1996 in Betrieb genommen und reinigt die Abwässer der Gemeinde Winterbach, von Mönstetten (Gemeinde Dürrlauingen), Eichenhofen und Hafenhofen (Gemeinde Haldenwang). Dass die Anlage für etwa 70 000 Euro eine neue elektronische Steuerung erhält, wurde bereits bei der Aufstellung des letztjährigen Haushaltsplanes beschlossen. Als Ergänzung dazu ging an H2Ortner der Auftrag, zu überprüfen, ob auch im Bereich der Klärung Verbesserungen möglich sind. Potenzial sieht Geschäftsführer Josef Ortner vor allem bei der Stickstoffelimination durch „NiDeEco“, ein Konzept zur Optimierung der Gebläsesteuerung. Die Vorteile wären eine Reduktion der Stickstoff-Ablaufwerte, ein geringerer Energieverbrauch, eine stabilere Anlagenfahrweise und mehr Transparenz über den Zustand der Anlage.

Hinzu komme, dass der Zweckverband mit der Rückzahlung der Abwasserabgabe, die er in den vergangenen drei Jahren gezahlt hat (etwa 20 000 Euro), als Baukostenzuschuss rechnen könne. Die Investition in die neue Technik zur Stickstoffelimination, die mit etwa 21 000 Euro veranschlagt ist, würde sich so schnell amortisieren. Ein endgültiger Beschluss zur Realisierung soll erst fallen, wenn alle Zahlen für jedes Verbandsmitglied übersichtlich aufgearbeitet zum Entscheidungsprozess vorliegen, schlug Verbandsvorsitzender Karl Oberschmid vor. Bis dahin will er auch Kontakt mit Klärwerksbetreibern aufnehmen, die bereits mit gleichartigen Verbesserungsmaßnahmen Erfahrungen gesammelt haben.

2013 fielen für den Kauf eines Schneeräumgerätes, eines Hochgrasmähers und einer Abwasser-Tauchmotorpumpe 9708 Euro an. Für die Sanierung des Zahnkranzes wird erst noch ein Angebot eingeholt, dann steht fest, wie viel sie kosten wird. Mit 60 000 Euro wird die bereits begonnene Erneuerung der elektronischen Steuerung fortgeführt. Weiterhin fallen pro Jahr 1500 Euro für die Weiterführung des Digitalen Kanalkatasters und 1900 Euro für Tilgungen an öffentlich-rechtliche Einrichtungen an.